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Willkommen auf der Homepage des

Rallye-Team Dieter Müller.

 

 

JAHRESRÜCKBLICK  2003 

Die Saison 2002 lief  geradezu perfekt für das Team.

Dieter konnte bei jeder Veranstaltung die Klasse gewinnen und auch in den Finalläufen, den „Race of  Rallychamps“ sah er auch gegen deutlich stärkere Gegner recht gut aus. Schon bei der vorletzten Veranstaltung stand Dieter als Gewinner der Deutschen Rallycross-Trophy fest.

Über den Winter wurde dann nach und nach bekannt, welcher der Konkurrenten vielleicht mit mehr Leistung. oder Allrad  auftauchen könnte. Im Rallyeteam D. Müller sah es eher schlecht aus. Kaum Sponsorgelder, womit man das Reifenmaterial aufstocken, oder sich einige PS erkaufen könnte. Also alles so gut wie möglich reparieren, Reifen nachschneiden. Eine Titelverteidigung …unmöglich!

Dieter und sein Escort im Gesamtalter von etwa 76 Jahren hätten sich am liebsten zur Ruhe gesetzt. Aber was wäre man für ein Motorsportler, wenn man es nicht zumindest versuchen würde.

 

Lauf 1 : 27 April – Estering/Buxtehude

Trotz aller Befürchtungen lief es auf unserer Hausstrecke recht gut. Die starke Konkurrenz wie Uli Riese im Audi Quattro und Roland Auster im mittlerweile 200 PS starkem Scirocco konnte Dieter hinter sich  lassen und damit den ersten Klassensieg 2003 erringen. Auch im Finale, im strömendem Regen, als einziges zweiradgetriebenes Fahrzeug, konnte Dieter noch drei Allradler hinter sich lassen und hier den fünften  Platz  belegen. Dies bedeutete die Führung!

 

 Lauf 2 : 25 Mai – Nysumbanen/Dänemark

Um es kurz zu machen: Wetter bescheiden, Strecke recht ordentlich, Dieter wirklich  gut unterwegs, Zeitnahme das allerletzte!  Es wurde versäumt den Computer  auf  Einzelstart umzustellen, so dass der Letztstartende einer Gruppe automatisch mindestens 20 sec. verlor.  Selbst mit der Hilfe eines DMSB-Vertreters  wollten die Dänen das nicht begreifen. Das von allen angenommene  Angebot  der Rennleitung  jedem eine Sekunde pro Startplatz abzuziehen (dem zweitem eine Sec., dem drittem zwei Sec. usw.) brachte, wenn man im Abstand von drei bis fünf Sekunden startet, auch nicht mehr viel. Fazit: Ergebnisse unkorrekt, Führung an Roland Auster verloren.

PS.: Proteste gegen die Zeitnahme nicht erlaubt und wären wir alle nicht  angetreten, hätte uns ein Rennen für die Meisterschaft (mindestens sechs) gefehlt.

 

Lauf 3 :  8 Juni – Gründautalring/bei Frankfurt

Nach nur zwei Wochen Pause,  keine Zeit also um grosartig Reparaturen oder Verbesserungen durchzuführen, ging es in Gründau an den Start. Diesmal nicht im Regen, dafür bei Temperaturen von über 30°C. Dieter, noch genervt von Dänemark, fuhr im ersten Lauf sehr unbeherrscht. Er versuchte an einer ungünstigen Stelle zu überholen, wobei er sich und seinen Konkurrenten  in einen Reifenstapel  beförderte. Diese Aktion  kostete ihn mindestens  20 sec. und ziemlich viel „Mecker“ vom Team. Dieter sah das natürlich sofort ein!!!   Im zweiten Lauf wurde einiges an Zeit gutgemacht, aber trotz Plattfuß im drittem Lauf reichte es im Endergebnis nur zu Platz drei hinter Roland Auster und Mathias Schütt. So richtig ärgerlich waren wir aber nicht, denn diesmal waren die Anderen halt etwas besser. Die Fehler lagen bei uns und nicht bei der Zeitnahme.

 

Lauf 4 : 15 Juni – Estering/Buxtehude

Ohne ein Wochenende Pause ging es wieder zum Estering. Zum Glück mal nicht Hunderte von Kilometern fahren. Am Abend vor dem Rennen, Aufregung … Dieter entdeckt einen Riss im Auspuff, er will das ganze schweißen, haut aber nicht hin. Dieter`s Nerven liegen blank, so dass er die Veranstaltung absagen will. Aber doch nicht wegen eines Auspuffs.

Um 23 Uhr rufe ich unseren Mechaniker Michael  an. Der hatte zwar schon im Bett gelegen, aber nach dem er hörte, Dieter wolle aufgeben, war er einige Zeit später vor Ort und reparierte den Auspuff. Am Renntag sind  die nächtlichen Aktionen vergessen ....  "The Race must go on"

Es läuft trotz kaum noch vorhandenem Reifenmaterials noch recht gut. Nach drei Veranstaltungen in vier Wochen häufen sich die technischen Defekte bei  vielen Teams. Aber der alte Escort läuft und es springt ein zweiter Platz heraus. Im Finale macht aber auch der Escort schlapp. Dieser hört einfach auf zu Laufen. Altersschwäche? Nein, der Hall-Geber im Verteiler war gebrochen.

Nach diesem Wochenende führte Werner Marquardt mit seinem sauschnellem Mitsubishi Galant Allrad  die Trophy mit knapp 200 Punkten an. Jetzt haben wir gut zwei Monate Pause bis zu nächsten Veranstaltung. Genug Zeit um alles zu reparieren, aber leide keine Kohle für neue Reifen.

Für die nächsten Rennen hoffen wir auf Regen, denn unsere Regenreifen sind schweinegeil und wir haben noch genug. Nur leider kaum noch Trockenreifen.

 

Lauf 5 : 23/24 August – Estering/Buxtehude

Zum dritten Mal in diesem Jahr fahren wir auf dem Estering. Da es diesmal eine Doppelveranstaltung ist, (Die Autocrosser fahren zum ersten Mal einen Lauf zur Deutachen Meisterschaft auf dem Estering) findet unser erster Wertungslauf breits  am Samstag statt. Der Escort läuft nicht für`n Euro, kommt aber gerade so durch. Michael stellt fest, dass schon wieder ein Flügel vom Hall-Geber gebrochen ist. Dieter will einpacken und nach Hause fahren. Nachdem der Verteiler aber genauer untersucht wurde, steht fest, dass die Welle zu viel Spiel hat und dadurch wandert und somit die Hall-Geberflügel abbricht. Von zu Hause werden Verteilerteile geholt und dann aus zwei eins gemacht. Michael war sich nicht sicher ob er den Verteiler wieder zusammen bekommt, denn er hatte noch nie einen Verteiler bis in alle Einzelteile zerlegt) Aber nach einigen guten Tips von Hinnak und Frank Wilke  sah es zumindest so aus als würde es hinhauen. Und siehe da – der Escort läuft. Weiter geht’s am Sonntag mit dem zweiten Lauf. Roland Auster hat Pech mit seinem Scirocco – Motor kaputt!

Bei Team Müller dagegen läuft es, abgesehen von kleinen Reibereien zwischen Hinnak und Dieter und einem Plattfuß, recht gut. Ergebnis der Teaminternen Beulerei: Eine ziemlich zerdengelte Tür und ein deformierter Kotflügel. Man schenkt sich halt nichts! Nachdem Dieter im dritten Lauf einige Plätze gutmachen kann, reicht es am Ende noch zu Platz drei hinter Uli Riese und unserem Freund und Teamkollegen Joachim(Hinnak) Stepat. Nachdem Werner Marquardt mit Motorschaden ausgefallen war, führte Dieter die Gesamtwertung wieder an und eine Titelverteidigung war, obwohl kaum erwartet, in greifbare Nähe gerückt.

 

Lauf 6 : 5. Oktober Matschenberg/Oberlausitz

Recht motiviert, aber mit gemischten Gefühlen, fuhren wir am 3. Oktober in die Oberlausitz. Erstmals fand ein Lauf  auf einer reinen Autocross-Strecke statt. Wie immer gehen wir eine neue Strecke erstmal zu Fuß ab. Unglaubwürdiges Staunen gab es als wir die uns vorher angekündigte Steigung sahen. Dieter meinte, dass er da wohl kaum hochkommen würde. Man mag es kaum glauben, aber 60% -  in Worten sechzig Prozent  - Steigung ist schon heftig. Oben wird es dann gleich wieder flach. Würde man also mit reichlich Speed den Berg schaffen, ist man dann unweigerlich mit allen Rädern in der Luft. (Armer alter Escort)

Warm up Samstag: Dieter mit Autocross-Stollenreifen (hoch, schmal, potthässlich) wirklich sehr gut unterwegs. Im ersten Lauf macht Lars Effenberger (jung, mutig u. ohne Respekt vorm Alter) auf seinem sauschnellem achtventiler Golf  Dieter das Leben schwer.

Werner Maquardt, mit Ansprüchen auf den Titel, macht es sich selber schwer. Möglicherweise wollte er ein bisschen zu viel und legte seinen Mitsubishi auf`s Dach. Hierbei brach ihm auch noch die Zahnriemenscheibe, (zwei Ventile krumm) so das die Saison für Werner gelaufen war. Dies tat uns ehrlich Leid, denn Werner ist ein wirklich netter Konkurrent , gegen den man zwar gerne gewinnt, aber nicht so!

Uli Riese musste seinen Audi schon im Training mit Motorschaden abstellen. Das Feld der Teilnehmer schrumpfte, die härtesten Konkurrenten ausgefallen, also nur noch durchkommen.

Sonntag im Warm up probieren wir bei trockener Strecke Slicks aus. Das geht richtig gut und  Dieter  bringt dem Escort auf seine alten Tage noch so richtig das Fliegen bei. Und dieser hält das sogar aus. Die Slicks sollen trotz einsetzenden Regens draufbleiben. Michele und ich überreden Dieter an der Fahrerpräsentation teilzunehmen. Hier merkt er, dass er kaum den Anstieg hochkommt. Also doch die Crossreifen.

Im zweiten Lauf läuft es ganz gut, aber der „junge Wilde“ Lars Effenberger ist schneller. Wenn er den dritten Lauf auch so nach Hause bringt, hat er seinen ersten Sieg in der Tasche. Gegönnt hätten wir es ihm. Aber sein Golf wollte da nicht mitmachen und Lars musste ihn im dritten Lauf abstellen. Dieter konnte dadurch die Klasse gewinnen. Aber auch der Escort war mit flatternder Hinterachse gerade so durchgekommen. Diagnose: Unibalgelenk gebrochen und damit wohl – Finale ade.

Michael baut das defekte Gelenk aus und ich frage im Fahrerlager herum. Bei einem freundlichem Autocrosser werde ich fündig. (Vielen Dank hierfür!) Michael bekommt rechtzeitig zum Finale alles wieder zusammen.

Im Finale, bei totalem Sauwetter, kann Dieter mit seinen groben Stollen sogar Allradler hinter sich lassen. Aber dann verliert er den zweiten Gang. Trotzdem reicht es noch für den zweiten Platz hinter Peter Grelck  im Audi S2.

Wir haben zum zweiten Mal die Meisterschaft gewonnen (und dabei wollte Dieter nach der Winterpause fast nicht los) Es war ein anstrengendes, aber spannendes Jahr, in dem wir oft Glück hatten, aber ohne unser tolles Team wären wir nicht so weit gekommen!

 

Das Team: Dieter Müller, Elke- u. Michele Müller, Joachim Stepat (Hinnak), Michael Hübner, Irene Schmetjen.

 

Unser spezieller Dank geht an die treuen Sponsoren:

LVM Versicherungen – Willi Narawitz – Mulsum

CLassic Station  Sigi Müller Bargstedt

Und natürlich an unseren Motorenbauer:

Volker Schneider (Schneider Motorsport)

 

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